Under Construction

Demonstration mit zwei Kundgebungen am 27.08.2009 um 17 h in Frankfurt am Main

Initiative     „¡Despierta!“

Frankfurt a.M., 23. August 2009

„¡Despierta!“ – die Ouvertüre zum „Wahl-Watching“

Sarah Sorge, Frankfurter Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Vizepräsidentin des Hessischen Landtags, Michael Kauch, MdB, FDP und Ulli Nissen, SPD haben sich für ein Grußwort  zum ersten Aktionstag zur uneingeschränkten Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Frankfurt am Main angekündigt. Die folgenden Parteien wurden auch angeschrieben: CDU und DIE LINKE.

 

„Despierta“ ist spanisch und bedeutet „wach, aufgeweckt, rege“. Mit diesem Weckruf will das Despierta-Team die schwule und lesbische Community in Deutschland endlich aus ihrem Dornröschenschlaf in Sachen politisches Engagement herausreißen. Verschiedene Aktionen sollen die Diskussion um die uneingeschränkte Gleichstellung von Schwulen und Lesben vor allem im Bereich Ehe und Lebenspartnerschaft in der gesamten Bevölkerung wieder anstoßen.

 

Die überparteiliche Gruppe, bestehend aus Frankfurter Lesben und Schwulen, hat sich gegen eine klassische Demonstration mit Spruchbändern und ermüdenden Propagandareden entschieden. Sie setzt stattdessen auf starke Symbole und kabarettistische Einlagen, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregen, aber auch provozieren. Und das alles vor geschichtsträchtigen Kulissen in Frankfurt am Main, der Wiege der deutschen Demokratie.

 

Stationen des ersten AktionstagesDonnerstag, der 27. August 2009 ab 17 Uhr – werden die Alte Oper und die Paulskirche sein.

Ein ideales Event besonders für alle visuellen Medien, die ihrem Publikum eine etwas andere Ouvertüre zum „Wahl-Watching“ bieten wollen!

 

Für vorbildlich hält das Despierta-Team die klare Struktur der Gleichberechtigung der Homosexuellen in Spanien. In diesem Bereich ist das katholische Land Vorreiter bei der Umsetzung der europäischen Richtlinien. Zwar gab es bis heute auch in Deutschland viele Fortschritte.

 

Es besteht jedoch immer noch gravierender Regelungsbedarf beim Steuerrecht (Einkommen- und Grunderwerbsteuer), beim Zivilrecht (Adoption von Kindern), beim Beamtenrecht (Hinterbliebenenrente) und bei den Altersvorsorgemodellen (Riester- und Rürup-Rente).

Hinzukommt außerdem, dass für lesbische Paare mit Kinderwunsch eine künstliche Befruchtung immer noch nicht erlaubt wird.

 

Im Zuge der Kampagne „¡Despierta!“ hat sich der ehemalige Bundesanwalt am Bundesgerichtshof, Manfred Bruns, zu Wort gemeldet. Der Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) erklärte sich solidarisch mit der Initiative.

 

„Es ist endlich an der Zeit, die bestehenden Benachteiligungen der eingetragenen Lebens-partnerschaften abzubauen. Wenn es im katholisch geprägten Spanien schon seit vier Jahren möglich ist, die Institution der eingetragenen Lebenspartnerschaft rechtlich mit der Institution der Ehe gleichzustellen, sollte dies in unserem Land auch möglich gemacht werden“, so Manfred Bruns.

 

Die Mitstreiter der Despierta-Initiative verstehen sich als Bürgerinnen und Bürger dieser Gesellschaft und möchten die mit 60 Jahren noch relativ junge Demokratie in Deutschland mitgestalten, sie fit machen für Europa und für eine tolerante Weltgemeinschaft. Nur so kann die Akzeptanz von Lesben und Schwulen dauerhaft in der Gesellschaft verankert werden.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.despierta.de.

 

Kontakt:   Mercedes Rodriguez Garcia-Gutierrez, Initiatorin

                     Tel.   0176/29244195  
                     E-Mail   mrgg@despierta.de


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